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Pressemitteilung 07/01
Stuttgart, den 19.01.2007
LNV fordert wegen Klimawandel Konsequenzen
Wintersportgemeinden müssen sich neu
orientieren
"Wandern, Wundern, Wohlfühlen" als neues Tourismus-
Motto
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV)
begrüßt die von Umweltministerin Tanja Gönner
geäußerte Meinung, dass der alpine
Wintersport in weiten Teilen der traditionellen Gebiete infolge
des
Klimawandels keine Zukunft mehr hat. Diese Erkenntnis - so
der LNV-
Vorsitzende Reiner Ehret - müsse jetzt zu entschlossenem
Handeln der
Regierung führen: "Es darf keine Schneetransporte
mehr geben und die
unsinnige staatliche Förderung von Skiliften, Beschneiungsanlagen
oder gar
Parkhäusern (wie am Feldberg geplant!) muss unterbleiben."
Der LNV-Chef verweist in diesem Zusammenhang auf die Gemeinde
Schlechting
im Chiemgau, die schon in den 90er Jahren die Zeichen erkannt
habe und heute
mit alternativen, von der Schneelage unabhängigen Erholungskonzepten
große
Erfolge verzeichnen könne. Reiner Ehret weiter: "Die
Wintersportgemeinden im
Land täten gut daran, sich zukünftig im Sinne eines
sanften Tourismus mehr an den
"Drei W's" zu orientieren: Wandern, Wundern, Wohlfühlen!
Wandern könne man
auf den von unseren Wandervereinen bestens präparierten
Wegen, Wundern über
die schöne Natur und Wohlfühlen durch eine Vielzahl
von Wellness-Angeboten."
Letztere allerdings müssten gerade im Schwarzwald dringend
dem internationalen
Standard angepasst werden.
In den Augen des LNV mache eine solche Strategie mehr Sinn,
als sich mit ständig
wachsender Mühe letztendlich erfolglos gegen den Lauf
der Natur zu stemmen.
Zudem müsse man sich der Skurrilität der Erzeugung
von Kunstschnee bewusst
werden: Die Herstellung von Kunstschnee verschlinge Unmengen
von Energie,
deren Bereitstellung durch den CO2-Ausstoß erneut zur
Klimaerwärmung beitrage.
Dazu verschandelten Speicherbecken, Kühlanlagen und Schneekanonen
die
Erholungslandschaft und die Wasserentnahme aus Bächen
schädige deren Tier-
und Pflanzenwelt. Der LNV hoffe, so Ehret, dass die Einsicht
für die Notwendigkeit
eines neuen und nachhaltigen Tourismus auch in den Köpfen
der Kommunalpolitiker wachse. Sie hätten mit den "Drei
Ws" die Chance aus der Not der Klimaveränderung
eine touristische Tugend zu machen mit positiven Effekten
für die Wirtschaft u n d
die Natur!
Für Rückfragen steht Ihnen die LNV-Geschäftsstelle
(Fon 0711/24 89 55 -20, Fax -30, Email:
info@lnv-bw.de ) zur Verfügung.
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