Pressemitteilung
Stuttgart, den 28.09.2007
Landesnaturschutzverband kritisiert das „Aktionsbündnis
Flächen gewinnen“:
„Mehr heiße Luft als Entschlossenheit!“
Großes Lob für das Forschungsprojekt
„Komreg“
Der Vorsitzende des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg
(LNV), Reiner Ehret – selbst aktives Mitglied im Aktionsbündnis
Flächen gewinnen - nimmt die Herausgabe der „Zwischenbilanz“
durch das Umweltministerium zum Anlass für herbe Kritik:
„Das ist mehr eine Glaubensgemeinschaft als ein Aktionsbündnis“,
merkte er an. Die Selbstdarstellungen der 16 Bündnispartner
bewiesen, dass die wichtigsten unter ihnen – also Städtetag
und Gemeindetag – in den inzwischen fast 3 Jahren seit
der Gründung des Bündnisses über Be-kenntnisse
nicht hinausgekommen seien. „Der Flächenverbrauch
im Lande wird sich bis Ende 2007 in die Nähe von 10 Hektar
pro Tag entwickelt haben. Die versprochene Trendwende ist
also nicht in Sicht“, stellte Ehret fest.
Den Grund sieht der LNV-Chef vor allem in der mangelnden
Bereitschaft der kommunalen Spitzenverbände, ihren Städten
und Gemeinden klare, überprüfbare Grenzen der Inanspruchnahme
von Flächen aufzuzeigen. „Man kann dies tun, ohne
die grundgesetzlich garantierte Planungshoheit der Kommunen
einzuschränken“, stellte Ehret fest und weiß
sich in dieser Einschätzung einig mit dem Nachhaltigkeitsbeirat
der Landesregierung. Fehlen würde allerdings der ernsthafte
Wille, den Bekenntnissen und Versprechungen auch Taten folgen
zu lassen.
Hier sei – so der LNV-Vorsitzende – die Umweltministerin
gefordert. „Sie darf vor den nötigen ordnungspolitischen
Maßnahmen nicht zurückschrecken, sonst ist unser
Land bald total zugebaut“! Ehret verweist auf ein viel
versprechendes Beispiel aus Südbaden. Dort haben sich
die Stadt Freiburg und 10 Umlandgemeinden im For-schungsprojekt
„komreg“ zusammen getan und festgestellt, dass
in den 11 Kommu-nen mehr als 560 Hektar bebauungsfähiges
Gelände in den Innerorten zur Verfügung steht, eine
Ausweitung der Bebauung in den Außenbereichen also praktisch
dauerhaft unnötig werde. „An diesem Projekt sollte
sich auch das Aktionsbündnis Flächen gewinnen orientieren“
meinte Ehret und schloss: „Hier wurde nicht geschwafelt
sondern gehandelt“!
Die Zwischenbilanz finden Sie auf der Homepage des Umweltministeriums
hier
Weitere Informationen bei der LNV-Geschäftsstelle:
info@lnv-bw.de , Tel.:
0711-24895520
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