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Pressemitteilung
Stuttgart, den 19.12.2007
Schluss mit dem gesetzeswidrigen Flächenfraß!
Pflicht für Brachflächenkataster
der Kommunen als erster Schritt
Als „alarmierend“
bezeichnet Reiner Ehret, Vorsitzender des Landesnatur-schutzverbandes
Baden-Württemberg (LNV) die Meldungen, die er seit Einsetzen
des Aufschwungs von seinen Mitarbeitern im ganzen Land erhält:
Nahezu überall fressen sich „wie in alten Zeiten“
neue und oft überdimensionierte Bauflächen in die
unverbrauchte Landschaft und zerstören wertvollen Boden.
Der gesetzlich vorgeschriebene Grundsatz der„Innenentwicklung
vor Außenentwicklung“ warte immer noch auf seine
Anwendung, kritisierte der LNV-Chef und fügte hinzu:
„ Der Landesnaturschutzverband ist deswegen mit seiner
Geduld im „Aktionsbündnis Flächen gewinnen“
langsam am Ende“.
Das Aktionsbündnis wurde im Herbst 2004 vom Ministerpräsidenten
feierlich aus der Taufe gehoben, um zu einem „Netto-Null-Flächenverbrauch“
zu gelangen. Bisher sei es jedoch - so Ehret - leider kaum
mehr als eine Art von Bekenntnis-Bündnis, von „Aktion“
sei wenig zu spüren. Seit 2006 steige der tägliche
Flächenverbrauch viel-mehr wieder deutlich an, für
2007 erwarten die Umweltschützer eine weitere Steigerung.
Kommunen und Landkreise will der LNV künftig nicht mehr
aus Ihrer Hauptverantwortung für den viel zu hohen Flächenverbrauch
entlassen. Er hat deswegen die Landesregierung aufgefordert,
die Gemeinden zu verpflichten, wenigstens ein so genanntes
„Brachflächenkataster“ zu erstellen. Mit
diesem soll ermittelt und dargestellt werden, welche Potentiale
einer Gemeinde im Innern des Ortes in Form von Baulücken,
Brachen und Fehlnutzungen zur Verfügung stehen. „Erst
wenn diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind und weiterer
Bedarf nachgewiesen wird, darf sich eiterer Bedarf nachgewiesen
wird, darf sich künftig eine Kommune mit dem Bauen auf
der „Grünen Wiese“ befassen“, schloss
Ehret. Nach den Vorstellungen des LNV müssen diese Daten
mit Hilfe eines regionalen Monitorings dann auch für
die landesweite Siedlungsplanung genutzt werden. Der LNV hat
seinen Antrag im Aktionsbündnis eingebracht und fordert
die Kommunen auf, ihre Mitarbeit nicht zu versagen, da sich
sonst die Frage nach der Sinnhaftigkeit des ganzen, inzwischen
mehr als 3 Jahre alten Bündnisses stelle.
Info: Der ausführliche Antrag an das Aktionsbündnis
finden Sie hier
Weitere Informationen bei der LNV-Geschäftsstelle:
info@lnv-bw.de , Tel.:
0711-24895520
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