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Stuttgart, den 10.05.05

LNV kritisiert Pläne des Umweltministeriums

AKW-Laufzeitverlängerung löst Energie- und Klimaproblem nicht

Senkung des Energieverbrauchs statt Zukauf von Atomstrom

Die von Umweltministerin Tanja Gönner zu Gunsten des Klimaschutzes geforderte Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken greift in den Augen des Landesnaturschutzverbandes (LNV) viel zu kurz und weicht dem eigentlichen Problem völlig aus. "Wer" - so der LNV-Vorsitzende Reiner Ehret - "nur in der Schiene denkt, früher oder später stillgelegte Kapazitäten durch Inanspruchnahme anderer Energiequellen ersetzen zu müssen, ignoriert die eigentliche Ursache des Klimaproblems."

Diese liegt nach Kenntnis des baden-württembergischen Umweltdachverbandes eindeutig in einem nach wie vor viel zu hohen Verbrauch an elektrischer Energie. Punktuelle Erfolge in der industriellen Produktion oder im Wohnungsbau seien längst zum Beispiel durch die ungezügelte Vermarktung energiefressender Elektrogeräte wie Klimaanlagen konterkariert worden. Einer solchen Verschwendung von Energie werde von politischer Seite aus jedoch leider noch viel zu wenig begegnet. Die neue Umweltweltministerin täte deshalb - so der LNV-Vorsitzende - gut daran, sich verstärkt auf diesem Gebiet zu engagieren. Nur hier sei es möglich Erfolge zu erzielen, welche wirklich nachhaltig dem Klimaschutz nützen. Der ökologisch verwerfliche Zukauf von Atomstrom aus dem Ausland bzw. der Neubau von Kohlekraftwerken werde dann - so die Prognose des LNV - auch ökonomisch unnötig.


Weitere Informationen bei der LNV-Geschäftsstelle:
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