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Stuttgart, den 13.05.05
LNV fordert unbürokratische und rasche Umsetzung von PEPL
Startschuss für Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen für FFH-Gebiete
Landwirte sollen Einkommensquelle nutzen und mitmachen
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) nimmt den "ministeriellen Startschuss" für die Pflege- und Entwicklungspläne mit Erleichterung zur Kenntnis. Die von der Europäischen Union vorgegebene Frist zur Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat(FFH)-Richtlinie sei schließlich bereits weit überschritten, betonte der LNV-Vorsitzende, Reiner Ehret. Die Landwirte bittet er, nicht zuletzt wegen der zusätzlichen Einnahmequelle, um konstruktive Mitarbeit.
Wie dem LNV von seinen Mitarbeitern im ganzen Land in den letzten Monaten berichtet wurde, zog die entstandene Verzögerung infolge der ausbleibenden Schutzmaßnahmen ernsthafte Folgen nach sich: Viele der noch vor Jahren vorhandenen FFH - Biotope sind nach diesen Berichten inzwischen verschwunden oder stark geschädigt. "Zur Abwendung weiterer Schäden gilt es nun", so der LNV-Vorsitzende, "Zeit gut zu machen und die Pflege- und Entwicklungspläne unbüro-kratisch und rasch umzusetzen". Die betroffenen Grundstückseigentümer und insbesondere die Landwirte bittet Ehret um konstruktive Mitarbeit. Schließlich bestünde für sie mit den vom Land angebote-nen Nutzungsverträgen die Möglichkeit, auf freiwilligem Weg an attraktive Prämien zu gelangen, die - bezogen auf die Flächeneinheit - weit über den normalen Flächenprämien der EU lägen. Dabei muss nach Einschätzung der Naturschützer auch keiner um die Existenz seines Betriebes bangen, da viele der FFH-Biotope ohne weiteres wie seither mit Ertrag genutzt werden können. Nach Ansicht des LNV eröffnet sich damit gerade für Landwirte in benachteiligten Gebieten mit hohem Anteil an Grenzertragsflächen eine weitere Einkommensquelle.
Weitere Informationen bei der LNV-Geschäftsstelle:
info@lnv-bw.de , Tel.: 0711-24895520
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