Landesregierung bestätigt teilweise Bedenken der Umweltverbände:
Atom-Endlager Benken in der Schweiz erhält zunehmend Gegenwind
Die Umweltverbände im Land erhalten für ihre Kritik am geplanten Atommüll-Endlager im schweizerischen Benken nun hoch offizielle Unterstützung von Seiten des Stuttgarter Umweltministeriums (UM): In einem letzte Woche an den Landesnaturschutzverband (LNV) verschickten Schreiben bestärkt das UM den LNV in einer ganzen Reihe der Bedenken, die zuletzt von den Naturschützern im Dezember letzten Jahres gegenüber den Schweizer Stellen vorgetragen wurden.
So wird in dem Schreiben betont, dass der beantragte Entsorgungsnachweis keine Vorfestlegung für einen Endlagerstandort im Züricher Weinland sein darf und dass man noch wissenschaftlichen Untersu-chungsbedarf sehe. Auch der LNV hatte die Untersuchung weiterer Standorte gefordert. Da die deutsche Bevölkerung vom grenznahen Standort Benken genauso betroffen sei wie die Schweizer Seite, müsse sie - so das Ministerium - gleichberechtigt wie die Eidgenossen am Verfahren beteiligt werden.
Für den LNV-Vorsitzenden Reiner Ehret sind diese Äußerungen ein eindeutiges Indiz dafür, dass für die Schweiz die anscheinend leichte politische Handhabbarkeit des grenznahen Standortes Benken immer mehr schwindet. "In meinen Augen wäre die Schweizer NAGRA deshalb gut beraten, die Suche nach weiteren sicheren Standorten end-lich mit voller Kraft voranzutreiben und die deutschen Umweltschutz-verbände in ihre Beratungen mit einzubeziehen", forderte der Vorsitzende des Dachverbandes der Natur- und Umweltschutzverbände des Landes.
Gutachten der Landesregierung zu den geowissenschaftlichen Aspekten
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